Medicine Walk 2018 – eine besondere Reise

Zwei Tage im Wald, zehn Männer, geführt von den Kräften und Spirits der Natur, der Elemente, des Himmels. Wir reisen in unsere Vergangenheit, begegnen dem Buben, dem jungen Mann in uns. Ihre Träume werden wieder lebendig, ihre Wünsche spürbar. Der Medicine Walk beginnt. Jeder für sich, in tiefem Kontakt mit der Natur. Der Weg ist steil und schmal, Wald und Lichtungen wechseln. Der äußere Weg ist ein Pfad nach innen, ins Jetzt, in die Zukunft.

Am Berg angekommen errichten wir den heiligen Kreis des Medizinrades. Geborgen im dichten Wald werden die Themen, Erfahrungen, Botschaften geteilt. Wir erleben einen Redekreis von großer Offenheit und tiefem Vertrauen. Ein gemeinsamer Faden entsteht und wird kraftvoll weiter gewoben.

Zum inneren Feuer gesellt sich das äußere. Ein Gefühl absoluten Schutzes wächst aus dem Feld, das sich an diesem besonderen Ort aufbaut.

Essen, Singen, Schweigen, Reden bis in die späte Nacht. Die ist kalt und klar, der Norden gibt den Ton an, ein frischer Wind bringt uns die Energien der Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit und Weisheit. Das Feuer ist warm und nährt unseren liebevollen Umgang mit inneren Verletzungen. Der neue Tag bricht an. Neue Energien werden wach. Wir fühlen uns eins und gestärkt. Eine große Freude breitet sich aus wie flüssiges Licht. Aufbruchstimmung, Mut, Stärke. Ein Gefühl der Vollkommenheit bildet ein Dach über uns.

Wir brechen auf, obwohl es schwerfällt, diesen Platz, der eine Heimat geworden ist, zu verlassen. Einer sagt: „Wir sollten eine Woche hier bleiben“. Zustimmung, schön wäre es! In einem großen Kreis erleben wir die Energien des Nordens, dann des Ostens. Dort empfängt uns Wärme, der Duft der Blumen, die Kraftquelle der schwarzen Föhre. Mutter Erde und empfängt uns mit sanfter Schönheit. Glücklich ruhen wir auf ihr.

Ankommen im Süden, am Feuer des Ausgangsortes. Es ist ein Heimkommen, nach einer gefühlt langen Reise, so viel hat sich bewegt, so viele Impulse für den weiteren Weg. Ein großes Danke an die Gruppe, ihr seid wunderbare Männer.


Eine tiefe Verbeugung vor den lichtvollen Spirits, die uns Schutz und Führung gaben.

 

Martin Sch.

 

 

 

Es hat eine eigene Atmosphäre nur mit Männern im Wald zu sein, so wie ich das jetzt erlebt habe. Es ist sehr ruhig und angenehm und hat eine eigene Qualität. Wir waren auf einem Medizinwalk, haben ein Lager im Wald aufgeschlagen und einen Medizinkreis gelegt, auf die Dämmerung gewartet, ein Feuer entzunden, gekocht, gesungen, viel gesprochen und in unserem Lager übernachtet.

Ich habe es sehr genossen die Zeit barfuß auf der Wanderung für mich zu nutzen und den Fragen, mit denen ich gekommen bin nachzugehen, dies in die Natur zu tragen. Ich habe es auch sehr genossen am Feuer zu sitzen und den Geschichten zuzuhören, von den anderen Männern.

Was sie erzählt haben und welche Probleme sie in ihren Leben haben und wie sie damit umgehen. Die Geschichten und Erkenntnisse der anderen werden mir im Alltag immer wieder präsent und leiten mich manchmal. Günter hat den Rahmen gestaltet und auch gehalten und hat ihn dann aber auch offen lassen für alles, was sich entwickelt hat.“

 

Benjamin S.