Emine Yildrim

in meinem jetzigen Leben geboren 1973
in der Türkei,
Dipl. Soziologin BWL
seit 2008 in Sonias Lerngruppe in Lindau

Im April 2008 saß ich unverhofft in Sonias Seminar „Das Lied der Seele“. Seit diesem Seminar nenne ich mich nicht mehr Emi, sondern habe mich zum ersten Mal Emine genannt und war verwundert und glücklich zugleich, meinen eigenen vollen Namen in der Eingangsrunde zu nennen.

Die Fügungen des Lebens haben mich zu Sonia und den schamanischen Weg geführt. Viele, viele Jahre zuvor habe ich es immer wieder erfolgreich geschafft, von meinem ganz ureigenen Weg abzuweichen. Damals war ich so weit davon entfernt, wie noch nie. Aber die wichtigen Dinge im Leben verschwinden nicht einfach. Sie scheinen in der Tiefe der Seele zu schlummern. Doch wenn ihre Zeit wieder gekommen ist, erwachen sie und erscheinen wie neue Wegweiser.

Das Thema Schamanismus streifte mich immer wieder in 4 bis 5 Jahresabständen. In Zeiten der Stille, in Zeiten der Umbrüche erklang dieses Wort in mir, hergetragen von einer mir fernen Welt. Ich war knapp 18, als ich an einer überaus entscheidenden Wegkreuzung meines Lebens stand, als mich dieser Klang des Wortes unter einem uralten Kastanienbaum zum ersten Mal heimsuchte um zeitnah wieder zu verebben.

2004 begab ich mich auf eine längere Reise nach Peru und nach Ecuador, um meinen Lebensweg neu zu überdenken. Wollte ich wirklich in einem großen Wirtschaftsunternehmen bleiben, oder wollte ich lieber Menschen in schwierigen Lebenslagen zur Seite stehen? Als ich mich auf dieser Reise endlich entschlossen hatte, in den sozialen Bereich einzusteigen, lernte ich einen Indianer kennen, dem ich in den abgelegensten Orten auf meiner Reiseroute, abseits der Touristenpfade immer wieder begegnet war. Es war der Sohn eines Schamanen. Er wollte wissen, ob ich mich endlich entschieden hätte. Er begleitete mich an den Amazonas und spielte auf seiner Flöte und bat mir an, bei ihm und seinem Vater für ein Jahr zu wohnen und sie beim Aufbau einer Menschenrechtsorganisation zu unterstützen. Ich schlug das Angebot aus.

Im Januar 2008 war ich bei einem Aufstellungsseminar. Die Leiterin arbeitete energetisch mit mir und ich erlebte das erste Mal als erwachsene Frau, wie sich Raum und Zeit auflösten und mein Geist, meine Seele reiste sehr weit. Zurückgekehrt bin ich mit der Botschaft, dass ich in den Amazonas reisen muss, dass ich nach Peru reisen muss und dass mich mein Weg zu einem Schamanen/zu einer Schamanin führen muss. Noch am selben Abend setzte ich mich an den Computer und suchte die ganze Nacht nach diesen Stichwörtern. Ich erstellte eine Tabelle mit entsprechenden Angeboten und war nicht minder erstaunt, als ich feststellte, dass es in der Tat Reisen zu Schamanen gab, dass sogar schamanische Ausbildungen angeboten wurden. Stunde um Stunde verging und nichts sagte mir wirklich zu, so begann ich an mir und an meinen absurden Hirngespinsten zu zweifeln. Ich wollte nur noch diese eine Seite öffnen. Und da erblickte ich dieses fremdartig gemusterte Eingangsbild, meine Seele rührte sich: Ich hatte das gefunden, wonach ich gesucht hatte. Glücklich und übermüdet sank ich ins Bett um am nächsten Morgen festzustellen, dass ich vergessen hatte die Seite in meine Tabelle einzutragen. Noch mal 6 Std. im Internet surfen? Ich hatte nicht mal den geringsten Anhaltspunkt, konnte mich an nichts erinnern, hatte nur die Eingangseite vor meinem geistigen Auge. So ließ ich es stehen mit der Gewissheit und dem Vertrauen, dass die notwendigen Informationen ein weiteres Mal den Weg zu mir finden würden, wenn es das war, wonach meine Seele sich sehnte.

So besuchte ich wenige Wochen später meinen damligen nicht mehr Partner, heute aber wieder Partner Heiko, der mich in eine Buchhandlung führte – ich liebe Buchhandlungen, ich liebe es darin zu verweilen und zu schmökern. Aber nicht an jenem Tag, es war zu schön und die Natur lud zum Verweilen ein. So entschied ich mich in der Esoterik-Abteilung blindlings für ein Buch in der obersten Regalreihe, das ich ungesehen erwerben wollte. Ich entsinne mich noch genau an diesen Augenblick, wie Heiko mir dieses Buch herunterholte, es mir vor die Nase hielt und ich ein zweites Mal dieses fremdartige Muster erblickte……

Seither hat sich Vieles verändert in mir und um mich: ich ließ mich fallen in den Schoß von Mutter Erde und lasse mich immer wieder von ihrem Herzschlag durchdringen; habe ein tiefes Vertrauen in den Lauf der Dinge und in die Schöpferkraft, die alles in und um uns bewegt. Wir Menschen sind in der Lage, uns genügend Raum zur Erschaffung der eigenen Choreographie zu geben, um diese dann zu einem großartigen Lebenstanz zusammenschmelzen zu lassen.

So haben sich mir durch Sonias Begleitung außergewöhnlich magisch-heilige Energie- und Bewusstseinsräume geöffnet. Hier wird mein Blick weit, meine Schau tief, das Ahnen schwebt vogelgleich über die Wipfel der Zeiten und manchmal gallopiert ein Gefühl heran, reißt meine Verpanzerung hinfort – und befreit die Tränen des Glücks. In jenen Augenblicken schenkt mir das Leben und die geistige Welt einen kurzen Blick in ihre heiligen Gesetze und gewährt mir tiefes ganzheitliches Verstehen jenseits des Intellekts.

Aber ich vernahm einen Ruf,
Geweckt durch die Sehnsucht
Nach dem Verbundensein
folgte der Stimme,
bin aufgebrochen,
bin meinem Weg gefolgt,um zu finden,
was ich nicht zu ahnen vermocht habe,
habe irgendwann den Ort berührt
der zwischen Himmel und Erde meine Sehnsucht rief,
bin angekommen,
um mich herzuschenken,
bis es irgendwann selbst in mir singt
und zu tanzen beginnt,
voller Kraft
voller Lebendigkeit
und voller Liebe

Dafür und Vieles mehr
danke ich Dir von Herzen, Sonia!






heidi



heidi


heidi